Von Briefmarken, Bierdeckeln und ähnlichem

Steinzeitmenschen sollen Jäger und Sammler gewesen sein. Zumindest die Sammler haben sich bis heute in großer Zahl gehalten. Allerdings geht es dabei nicht um Beeren sammeln zum Überleben sondern das Sammeln ist Volkssport geworden. Am beliebtesten sind wohl Briefmarkensammeln, Münzen, manche sammeln Teddybären und etwas ausgefallener vielleicht auch Klodeckel. Jedenfalls gibt es noch genug zu sammeln. Auch ich habe meinen Teil dazu beigetragen. Natürlich sollte es etwas ungewöhnliches sein und so fing ich Mitte der 60-iger Jahre an Streichholzschachteln zu sammeln. Genauer gesagt waren es die Deckel (matchcover) der Streichholzschachteln, die ich ausschnitt und auf Papier klebte. Das Ganze sollte nicht so viel Platz kosten.

Bei einer Aufräumaktion fiel mir diese Sammlung nach vielen Jahren des Vergessens wieder in die Hände. Natürlich verharrt man dabei staunend und so manche Erinnerung kommt hoch. Viele dieser Streichholzschachteldeckel geben den damaligen Zeitgeist wider. Sie sind auch ein Ausdruck dafür, wie früher geworben wurde. Auch damals wurde schon einfallsreich geworben und mitunter höchst amüsant reizen die Motive zum Schmunzeln. Natürlich will ich die Internetwelt an diesen Souvenirs teilhaben lassen und habe einige Prototypen herausgesucht.

Lesieur matchcover dab matchcover Zigarren matchcover
Weitere Streichholzschachteln

Die Rothaut

Wer erinnert sich noch an Jerry Cotton alias Jeremias Baumwolle, Kommissar X oder Wyatt Earp? Die Groschenromane der 50-iger und 60-iger Jahre gibt es teilweise heute noch. Das gilt nicht für diese Reihe. Inhaltlich waren die Indianergeschichten nichts besonderes, aber die Titelbilder waren faszinierend - jedes ein kleines Kunstwerk für sich. Für die damalige Zeit waren sie manchmal sogar recht gewalttätig. Der Titel der Reihe wirkt heute herablassend; vielleicht war das der Grund, weshalb die Reihe nicht lange existierte. Ende der 70-iger Jahre fing ich an, die Hefte auf dem Romanhefte-Markt wieder zu kaufen. Für Liebhaber stellen sie durchaus eine Wertanlage dar. Vielleicht erinnern sich andere User genauso sentimental wie ich an diese Reihe.
Die Rothaut Heft 1 Die Rothaut Heft 3 Die Rothaut Heft 5
Weitere Rothauthefte

Film Programmhefte

Eine meiner liebsten Beschäftigungen in den 60-iger Jahren war ins Kino zu gehen. Erleichtert wurde dies noch durch meine Freundschaft zum Sohn des örtlichen Kinobesitzers. Es war die Zeit der Karl May Filme, heute werden die Edgar Wallace Filme mit dem unvergeßlichen Klaus Kinski regelmäßig im Fernsehen wiederholt. Damals sammelte man noch Filmplakate oder die Filmfotos, die im Schaukasten hingen. Und es gab Programmhefte: die Illustrierte Film Bühne und der Illustrierte Film Kurier gaben Aufschluß über die Filme. Mit 20 bis 50 Pfennig pro Heft war man dabei. Die Texte muten heute ziemlich hölzern an. Mein Bruder und ich haben diese Programmhefte gesammelt und einmal mehr wurden sie beim Aufräumen wieder entdeckt.
Clark Gable und Vivien Leigh im Klassiker schlechthin Der Beginn der Karriere von Pierre Brice Die blauen Augen von Peter O'Toole
Weitere Programmhefte